Pachtgewässer der Angelzentrale Herrieden

Norbert Trux, der Chef der Angelzentrale Herrieden, ist seit Mitte letzten Jahres stolzer Pächter dreier Gewässer im fränkisch bayrischen Raum. Zwei Stauseen mit ca. 4ha und 2ha und ein schönes Stück Fluss; Namens Sulzach. Für diese drei Gewässer stehen auch für Interessenten Tages- oder Jahreskarten zur Verfügung. Ich, als Teamangler der Angelzentrale, wollte es mir nicht nehmen lassen und alle drei Gewässer anschauen, um letztlich an einem, mit Teamkollegen Tim, ein Wochenende zu verbringen und genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Lage ist natürlich auch für mich, „als Schwabe“ sehr gut, denn ich habe nicht sehr weit zu fahren und wie wir alle Wissen gibt es in Bayern im Vergleich zu Württemberg kein Nachtangelverbot.

Überall sind Grenztafeln zu finden


Die Sulzach
Angelpark Langfurt
Angelpark Mönchsroth


Ca. 10km hinter Dinkelsbühl kommt ein kleines Dorf namens Oberkemmathen, welches an die Sulzach angrenzt. Ein wirklich schöner und naturbelassener Fluss mit einer Durchschnittsbreite von ca. 8-10m. Hier findet man alles was das Anglerherz begehrt. Wasserfälle, verwachsene Seitenarme und tolle Seerosenfelder, also wirklich eine Idylle.

Ein Fluss der Herzen höher schlagen lässt


Und während ich mit meiner Freundin dort entlang laufe und fotografierte, sahen wir einige Fische in den Seerosen stehen. Karpfen rollen, Hechte raubten unter Oberfläche… Eben so wie man(n) es sich beim Angeln vorstellt. Vor allem für Raubfischangler ein Muss.
In unmittelbarer Nähe, also nur ca.5km weiter liegt neben einem Waldstück und etwas eingewachsen der Angelpark Langfurt mit ca. 2,5ha. In diesem Weiher tummeln sich momentan Zander, Hechte und Waller. Hier ist aber auch in naher Zukunft ein Mischbesatz geplant.

Schilfzonen und überhängende Bäume zieren den Angelpark Langfurt


Unsere Wahl fürs Wochenende viel letztlich auf den Angelpark Mönchsroth. Hier habe ich im November 2014 schon einen Versuch gewagt, und da Tim und ich leidenschaftliche Karpfenangler sind, schien der für uns der Interessanteste. Es war erstaunlich in was für einer Beisslaune die Fische dort in dieser Jahreszeit noch waren.

Dieser Spiegler wurde wohl von einem großen Waller attakiert
kampfstarker Schuppi aus dem tiefen Teil des Sees


Also baute ich dieses Mal im Flachen Teil des Sees mein Bivy auf. Auch die halbe Rasselbande der Angelzentrale gesellte sich für eine Nacht dazu. Wer hier zum ersten Mal angelt ist am Anfang etwas überrascht, denn dieser See grenzt an eine Wohnsiedlung. Aber was im ersten Moment vielleicht störend erscheint, entpuppt sich zu einem entspannenden Ruheort.

Hier ist Entspannung garantiert


Ab und zu läuft mal ein Spaziergänger mit Hund vorbei, die aber allesamt eher freundlich als lästig oder nervig sind. Bei meiner Novembersession im vergangenen Jahr kam morgens eine ältere Dame und brachte mir einen Kaffee vorbei. Sie bot mir an, mich bei ihr zu duschen, wenn ich möchte ? … sehr freundlich. Der See hat unterschiedliche Tiefenbereiche und ist somit zu jeder Jahreszeit interessant. Vorne am Damm startet er bei einer Tiefe bei ca. 3m und wird nach hinten immer flacher bis ca. 80cm. Im hinteren, flachen Teil des Sees befindet sich eine Insel, die natürlich als Hotspod gilt. Auch ein umgestürzter Baum der den Fischen unterstand und Schutz bietet gilt als selbiger.

Eine Insel ....
.... und ein umgestürzter Baum - Zwei Hotspots der Superlative


Nach den ersten Aktionen der Rute wird schnell klar, dass es sich hier um sehr kampfstarke Fische handelt. Was für uns mega spaß beim Drillen bedeutet. Wenn es einmal etwas wärmer ist, und die Grundmontagen tagsüber unberührt bleiben, lohnt sich auf jeden Fall ein kurzer Spaziergang mit der Stalkerrute. Entlang des Damms trifft man fast immer auf Rüssler, die sich an der Oberfläche sonnen. Polbrille etwas Brot und los geht’s.

Spiegler beim Sonnen an der Oberfläche
Andi mit einem coolen Spiegler, welchen er beim stalken an der Oberfläche überlisten konnte


Die Angelstellen bieten an heißen Tagen genug Schatten und sind sehr geräumig, somit kann sich jeder frei entfalten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der ganze Weiher mit dem Auto zum be- und entladen des Tackles befahrbar ist. Somit fällt auch die Materialschlepperei über weite Strecken nicht an.

Geräumige Angelstellen und Schatten an heißen Tagen. Hier lässt es sich aushalten.


Fazit: Interessanter Weiher mit einem tollen Fischbestand. Man hat nicht das Gefühl an einem vollgesteckten Pool zu sitzen, fängt aber trotzdem schöne Fische. Karpfen bis 20kg und Welse bis ca. 2m sind das Highlight des Sees. Erholung, spaß und eine vielseitige Angelei machen es zu einer lohnenswerten Session. Viel Spaß am Wasser. Hier noch ein paar Highlights unserer Session.

Tolles Wetter, anspruchsvolle Drills und Wahnsinns-Fische
Falko beim füttern
Dieser Kämpfer hat die Tiefschlafphase von Lutz unterbrochen
Tim war mit #21 an der Insel erfolgreich


Team Angelzentrale – Kirschi & Tim