Mit Gold zum Erfolg!

Wir haben den Monat Juni und damit einen der besten Monate überhaupt, um den Karpfen nachzustellen. Nach dem kräfteraubenden Liebesspiel verfallen die Karpfen in einen Fressrausch und man kann wahre Sternstunden am Wasser erleben. Da trifft es sich gut, dass Tim und ich endlich mal wieder Zeit für eine gemeinsame Session gefunden haben.

Dieses Mal vertrauten wir auf #69, #333 und Tigernusspellets


Am Wasser angekommen, wurden wir allerdings zunächst mit einem häufig auftretendem Problem konfrontiert. Das Gewässer steht leider unter einem sehr hohen Angeldruck, was zur Folge hatte, dass alle guten Stellen bereits belegt waren. Wir entschieden uns weit abseits der anderen Angler zu fischen und mussten uns zunächst durch hohes Gras und Dornen schlagen, um an bisher unbefischte Plätze zu gelangen. Doch das sollte sich später auszahlen…
Auch durch unsere Taktik wollten wir uns gezielt von den anderen Anglern unterscheiden und so zu Erfolgen kommen. Da die Karpfen an dem Gewässer regelmäßig grelle Pop Ups vor die Nase gesetzt bekommen, haben wir bewusst auf diese verzichtet. Stattdessen setzten wir auf zwei High-End Boilies aus der Range, den #69 und #333. Damit verfolgten wir einen bestimmten Hintergedanken. Erstens sollte der #69 durch seine auffällig-unauffällige Farbe die Neugier der Karpfen wecken, ohne jedoch gleichzeitig eine Scheuchwirkung zu verursachen. Mit dem 333er wollten wir uns dagegen an die natürliche Nahrung der Karpfen im Gewässer anpassen. Da der 333er besonders gut funktionierte, noch ein paar Worte dazu: Der Boilie enthält eine hohe Dosis an Robin Gold, kombiniert mit dem würzigen Muschelextrakt genau die richtige Lösung an stark befischten Gewässern wie in unserem Fall.
Natürlich ist es jetzt nach der Laichzeit auch wichtig, genügend Futter ins Wasser einzubringen. Man kann jetzt bedenkenlos mehrere Kilo füttern. Wir fütterten pro Rute zunächst „nur“ ein halbes Kilo Futter, bestehend aus Tigernusspellets und der Boiliesorte, mit der gefischt wurde. Wenn es gut läuft muss natürlich sofort nachgefüttert werden, mit unberührten Futtermengen im Wasser schadet man aber nur dem Gewässer. Deswegen beginnen wir mit weniger Futter und füttern bei Bedarf dann nach. Doch das sollte nicht unser Problem sein, aber dazu später mehr. Also zurück zum Thema. Um unser Futter attraktiver zu machen und uns nochmal von den anderen Anglern abzuheben, kam „The Cloud“ zum Einsatz. Dieses hat die entscheidende Eigenschaft, dass es über dem Futterplatz eine verführerische Wolke bildet, in alle Wasserschichten dringt und die Karpfen den Weg zum Futter und damit auch zum Hakenköder viel schneller finden.

Um unser Futter attraktiver zu machen und uns nochmal von den anderen Anglern abzuheben, kam „The Cloud“ zum Einsatz.


Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits in der ersten Nacht konnte ich vier Fische fangen. Tim hatte zunächst Pech und verlor einen Fisch, doch am nächsten Tag legte auch er bereits am Morgen zwei Fische nach. Ohne Zweifel war unsere Strategie aufgegangen, die anderen Angler am See hatten wenig bis gar nicht gefangen. Wer sich immer individuell an die Bedingungen anpasst, der fängt eben.


Auch der #69 kanns...!


Lediglich mit der Größe der Fische waren wir noch nicht zufrieden, so hatten überwiegend kleinere Karpfen mit 12-16 Pfund den Weg in unseren Kescher gefunden. Um etwas zu selektieren erhöhten wir die Ködergröße und fischten mit einem Snowman bestehend aus einem 333er mit 20mm und dem dazugehörigen 333er Pop Up, allerdings in 16mm. Diesen dippten wir, um auch hier eine besonders hohe Attraktivität des Köders zu gewährleisten.

Der Hakenköder wird mit Dip veredelt


Auch die zweite Nacht verlief erfolgreich und so konnten wir in den zwei Tagen über 15 Fische fangen. Sowohl der #333 als auch der #69 hatten ihre Klasse unter Beweis gestellt. Besonders hervorheben möchte ich aber noch „The Cloud“. Die Karpfen fanden die Wolke um den Hakenköder so anziehend, dass wir mehrmals einen Run bekamen, obwohl der Köder erst seit fünf Minuten im Wasser war. Das kann kein Zufall mehr sein…

Erfolgreich mit einem Snowman aus #333er Bodenköder und #333 Pop Up


Ein makelloses Schuppenbild


Wir waren froh dass unsere Strategie voll aufgegangen war und so konnten wir zufrieden nach Hause fahren. Das Wochenende hat einmal mehr gezeigt, dass es wichtig ist auch mal andere Wege zu gehen. Kleinigkeiten wie Ködergröße, Dips oder andere Attraktoren können immer ausschlaggebend sein.

Verletzungen, gerade im Maulbereich, sind leider oft ein Problem an stark befischten Gewässern…Hier hilft unser Wundspray, Dr. Gorilla!


Schöner Schuppi, gefangen auf einen #333


Wir hoffen wir konnten Euch inspirieren und wünschen allen eine fischreiche Zeit am Wasser
Robin Kögel und Tim Stadtmüller