Harte Bedingungen

Es ist soweit, alle Vorbereitungen sind getroffen und die Reise nach Österreich hat begonnen. Mit voll gepacktem Anhänger geht es bei strahlendem Sonneschein und angenehmen Temperaturen in Richtung Österreich. Bei nur 80 km/h Reisegeschwindigkeit bleibt Mane und mir genügend Zeit um unsere geplanten taktischen Züge am Wasser noch einmal zu besprechen.
Angekommen am Gewässer, das ca.16 Ha hatte, wurde in Windeseile das Tackle aus dem Anhänger geräumt und das Schlauchboot aufgepumpt um das Wasser zu erkunden.
Die Erkundungstour stellte sich als ernüchternd heraus. Wir saßen in einer Badewanne. Weder Plateau, Kanten oder sonstiges. Mane entschied sich für die Stellen im Freiwasser und ich entschied mich für Ufernahe Plätze in der Nähe von versunkenen Bäumen.
Die Futterstrategie war für´s erste ganze einfach: so wenig wie möglich und soviel wie nötig!

Geht die Taktik auf? Der See gab uns einige Rätsel auf.


Heinz auf Erkundungstour. Sind wir auf der richtigen Spur?


Ohne Partikel, nur mit 20er Scottish Niggard Boilies präparierte Plätze brachten in der ersten Nacht meinen ersten Spiegler mit 16 kg auf die Matte. Gebissen hatte der Bursche auf einen 30 mm Rising Strawberry.



Die Tage blieben ohne Bisse. Die Bisse stellten sich alle um Mitternacht ein. Nach einem Wahnsinns Temperatursturz der uns nachts Werte von 0 C° und tagsüber max. 12 C° bescherte, wurden die Bedingungen noch schwerer als bisher schon.
Der zweite Fisch lief in den frühen Morgenstunden auf drei halbe Scottish Niggard Boilies ab.
Der nächste Tag blieb wieder ohne Biss. In der Nacht durfte ich einen schönen Drill auf einen 24 mm Yellow Strawberry verbuchen. Ein langer Schuppenkarpfen mit 11,5 kg.



Nach dem tagsüber eigentlich gar keine Aktivität zu verbuchen war, verblüffte uns Andereas der nachmittags auf einen 30 mm Strawberry einen Hammer Run hatte. Na endlich was richtig Großes. Tja, leider nicht ein Karpfen. Sondern ein 1,60 Meter langer Wels mit 19 kg konnte diesem „Wahnsinns Boilie“ nicht widerstehen.

Andreas mit einem schönen Waller


Auch ich durfte in der Nacht noch einmal ran und konnte einen schönen Schuppenträger mit 10,5 kg noch in den Händen halten.



In der letzten Nacht kapitulierte Mane schon und zweifelte an seinem Können. Nach langem hin und her brachte ich seine Montagen aus und prophezeite ihm, dass er wenigstens nicht mit leeren Händen nach Hause fahren muss.
Und siehe da, kurz vor Mitternacht lief die Rute ab und er fing den größten Karpfen der Woche!

Der größte Fisch der Woche mit 21,5kg


Stolze 21,5 kg brachte der Schuppi auf die Waage. Natürlich wieder auf einen 30 mm Rising Strawberry – was sonst!

Fazit dieser Woche: Ein sehr schwieriges Gewässer mit extremsten Temperaturstürzen.
Der beste Köder war mein Favorit der „ Rising Strawberry“ in Verbindung mit den „ Yellow Devils“ die einen wahnsinnig guten Eindruck hinterließen. Von der Fängigkeit der „ Scottish Niggard“ brauche ich nichts berichten, sind ungeschlagen meine Lieblinge, nur waren an diesem Gewässer die fruchtigen Boilies definitiv mehr gefragt.



Also raus ans Wasser, auch wenn die Bedingungen oft nicht so sind wie sie sein sollten.



Heinz Aigner