Der Boilie !!!danach!!!

Nach dem Liebesspiel gelüstet es manch einen von uns nach der „Zigarette danach“ oder einem herzhaften Snack. Auch den Karpfen steht der Sinn, nach dem kraftraubende Fortpflanzungsakt, nach Handfesten. Mit reichlich Futter am Rand der Laichplätze kann dann oft Serien fangen, die einem den Rest vom Jahr verwehrt bleiben. Ich setze in dieser Zeit auf Köder, die stark arbeiten, also eher weichere Boilies, vorzugsweise in Größen von 20 bis 24 mm. Da bei so einer Aktion schnell mal 10-15kg Kugeln den Weg in Wasser finden braucht man einen Boilie, der qualitativ überzeugt und dennoch den Geldbeutel nicht übermäßig belastet und genau diese Anforderungen erfüllt der Scottish Niggard, was übersetzt Schottischer Geizhals bedeutet und eine kleine Anspielung auf den attraktiven Preis ist. Nichts nichtsdestotrotz hat es der Schotte in sich und punktet an vielen Gewässern mit seiner offenen Struktur und seinem kräftigen fischigen Aroma.

die offene Struktur ist eine der Stärken des -Schotten-


Die gröbere Zusetzung des Mixes prädestiniert den Scottish Niggard für die Behandlung mit Fischölen oder Liquids wie The Cloud. So kann man mit kleinem Aufwand mehrere Kilo Boilies in ölige Karpfenmagneten verwandeln. Lange muss ich nicht auf den ersten Biss warten und ein Milchner aus der Jungspund-Riege landet auf meiner Matte.

Laichzeit steht für viele, aber auch kleinere Karpfen
Nach der Laichzeit ist sorgfältigster Umgang mit den Fischen geboten


Scheinbar lassen sich die Big-Mamas nach dem Sex noch etwas Zeit...ja ja genau wie bei den Menschen. Ich tausche jetzt mein Rig aus und erhöhe die Ködergröße auf einen 24er Scottish Niggard Sinker und einen 20mm #007 Pop-Up.

einfach effektiv Scottish Niggard im PVA-Bag mit The Cloud gesoakt


Leider zieht die Extase des Laichgeschäftes auch immer wieder kleiner Fische, besonders Männchen an, die nach dem Ablaichen einfach gierige und aggressiver Fressen als die schwerfälligeren Karpfendamen.
Während auf den nächsten Biss warte, denke ich über meine Köder nach. Obwohl auch in der Gorilla-Baits-Range die High-End Boilies, wie #07, #21 oder auch der neue #69 einen Schwerpunkt darstellen, hat der Schotte, der mit ~5 Euro pro Kilo deutlich unter dem Preis unserer anderen Gorillas liegt, seinen festen Platz im Programm und hat schon vielen Kunden zu schöne Fängen verholfen.



Einige europäische Futterproduzenten bieten inzwischen Boilies an, die im Kilopreis bei 3€ liegen. Ein Großteil der Kosten geht dabei für Farbstoffe, Flavour und Konservierer drauf. Ganz zu schweigen von den Unmengen an Binder, denn die Fertigungsstraßen brauchen einen extrem homogenen Teig, damit die Massenproduktion gelingt. Was dann bei diesem Boilie noch an Nahrhaften für den Karpfen übrigbleibt liegt auf der Hand.
Das Gorilla-Baits-Team hat sich lange Gedanken gemacht, wie wir einen anderen Weg gehen können und dabei insbesondere auch die Wünsche unserer Kunden in die Überlegungen mit einbezogen. Herausgekommen ist ein Boilie für Futterangler und echte Sparfüchse, der insbesondere im Fluss und an futterintensiven Gewässern seine Stärken ausspielt.

Wallerwaffe Scottish Niggard. Am Fluss eine Klasse für sich!
Auch Italiener mögen es deftig


Alles was für die Carps keinen ernährungsphysiologischen Wert hat und den Boilie nur teuer macht, wurde konsequent ausgemustert. Nur unverfälschte, fängige und 1000-fach bewährte Zutaten (z.B. vorverdaute Fischmehle, Blutmehl und leckere Öle) wurden zu einem perfekten Natural-Boilie zusammengefasst, der nicht nur nach Laichzeit fängt.


mit ein wenig Sardinen-Öl kann man viele Kilo Boilies behandeln


Ich hoffe ich konnte eure Neugier auf diese etwas spezielleren Boilie wecken und viel Spaß beim Ausprobieren und fangen

Marco Gorges